|
So
mancher Lagosianer wurde am Samstag, den 7. Juni 2008 morgends unsanft von Blitz
und Donner aus dem Schlaf gerissen. Laut den „Urgesteinen“ aus Beachland soll
das Unwetter dieses Tages das schlimmste seit anno 1992 gewesen sein. Jedenfalls
wurden bei den heftigen Blitzeinschlaegen zahlreiche elektronische Geraete
gegrillt. Folgenschwerer war jedoch der Regen. Kubikmeterweise schuettete es in kuerzester
Zeit auf das Estate und die Wassermassen schienen gar kein Ende nehmen zu
wollen. Der Junior Staff der Schule funkte S.O.S. und schon auf dem Weg durch
die German School Lane, durch die man mehr waten als laufen konnte, verhiess
nichts Gutes.
Der gesamte Innenhof der DSL war vollgelaufen und die Kanalisation hatte ob der Massen an H2O bereits den Dienst quittiert. In der Regenzeit ist dies zunächst nichts wirklich ungewöhnliches, doch dieses Mal schwappte das Nass bis in die Klassenräume und Büros. An die 30 Zentimeter Pegelstand konnte man in manchen Örtlichkeiten messen.
Jetzt hiess es Anpacken: Viele Helfer fanden sich in der Schule ein und es wurde
geschoepft, gefegt und geschwitzt – so mancher Kollege hatte die „Flut“ noch
Tage spaeter im Kreuz... Spaetestens als dank der Betriebsfeuerwehr von Julius
Berger Nigeria eine Pumpe instaliert werden konnte, war abzusehen, dass wir der
Sitution Herr werden wuerden.
Doch leider wurde auch der Schaden sichtbar,
nachdem das Wasser sich zurueck gezogen hatte: etliche Computer und andere
elektrische Geraete hatten ihr letztes Surren verklingen lassen. Auch hatte den
Schulmoebeln das „Fussbad“ im tropischen Nass nicht wirklich gut getan. In
einigen Raeumen hatte es zudem durch die Decke geregnet. Letztlich ist aber das
allerwichtigste, dass in Beachland kein Mensch in dem Unwetter verletzt wurde.
11.06.2008
|